BPM Rückwärts – Vom digitalen zum optimalen Prozess

Als Hintergrund: der Electronics Bereich der Merck ist Weltmarkführer für die kritischen Materialien, die für
elektronische Chips und Bildschirme (LC, OLED) benötigt werden. Jedes Jahr werden von den verschiedenen Business Units an mehr als 30 Standorten rund um den Globus hunderte neue Materialien entwickelt und mit den Kunden verprobt. Die Sample-Prozesse, d.h. die Prozesse von der Absprache und Freigabe der Probenlieferung über die Herstellung bis zur regulatorischen, logistischen und kommerziellen Abwicklung sind daher kritisch für den Geschäftserfolg und sollten optimiert und digitalisiert werden.

Das Credo eines jeden Workflow Analysten ist ja, dass man zuerst den Prozess optimieren muss, bevor man ihn sinnvoll digitalisieren kann. Aber muss das so sein? Jedenfalls waren alle übergreifenden Optimierungsinitiativen für die Sample Prozesse der Merck mehr oder weniger an der Komplexität, Varianz und globalen Verteilung gescheitert.

Was aber, wenn man es rückwärts anfängt? Eine digitale Lösung, die jederzeit so einfach anpassbar ist, dass die Bereiche mit einer Prozessversion starten können, erleben, ob es funktioniert und was besser gestaltet werden kann. Über iterative Zyklen nähert man sich dem optimalen Prozess an. Da er aber von Anfang an definiert digital abläuft, haben die Key User eine verlässliche Basis für die Optimierung und die neue Version ist sofort „live“.

Technische Basis und methodisches Vorgehen sind hier wie Ying und Yang, das eine würde nicht ohne dem anderen funktionieren. Wir zeigen beides, worauf es ankommt, was auch weniger gut funktioniert hat.

Heute nutzen mehr als 1000 User in 8 Business Units die mehr als 50 Prozessvarianten der Sample Lösung mit großem Erfolg.

Speaker: Dr. Hermann Löh und Daria Samsonova

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